FC O – SSV Hennstedt 1:4 (1:1) Fußball paradox

 

Kaum zu glauben, aber wahr. Da zeigte unsere Mannschaft die beste Halbzeit in der Saison und verlor am Ende deutlich mit 1:4. Selbst der anwesende Präsident des SHFV, Hans-Ludwig Meyer, war angetan von unserer Spielweise. Doch nachdem er zur Pause das Stadion verließ, verloren wir völlig den Faden. Vom Anpfiff weg schnürten wir die Gäste in der eigenen Hälfte ein und hatten Chancen zu Hauf. Min 1: Kopfballver-längerung von Voß, Direktabnahme Rupp vorbei. Min 3: Kopfball Wittek nach Ecke, vorbei. Min 10: Voß aus 5 m, vorbei. Min 12: P. Adria aus 16 m, vorbei. Min 15: P. Adria völlig frei aus 11 m, Torwart hält. Min 21: Klemens Krüger völlig frei, Torwart hält. Min 25: Voß über rechts frei durch, vorbei. Kurioserweise gingen die Schüsse immer links am Tor vorbei. Nach diesem Chancenwucher wurde es etwas ruhiger und dennoch tauchte die SSV nicht ein einziges Mal gefährlich vor unserem Tor auf. Die Hennstedter konnten sich auch auf ihren starken Ersatztorwart Claußen verlassen, denn in Min 35 parierte er einen 18 m Freistoß von Rupp ganz stark und eine Minute später hatte er Glück, dass Voß den Querpass von Rupp über das Tor jagte. Wahrscheinlich unterschätzten wir die Angriffsbemühungen der Gäste, denn plötzlich stand Thies Schladetsch völlig frei, doch Tim Jacobs (vertrat Rimme im Tor) gewann das 1 gegen 1 Duell. 2 Minuten später schlug es dann ein; Seebrandt setzte sich rechts durch und Torjäger Jörend verwandelte freistehend zur Führung. Ähnlich dann der Ausgleich in Min 43; P. Adria über rechts und Jürgen Voß egalisierte mit seinem 7. Saisontor. Herr Meyer fuhr davon und mit unserer Mannschaft ging es den Bach runter. Nach der Pause verflachte unser Spiel zusehends. Tulpe hatte sein Team taktisch verändert und wir wurden jetzt früher angelaufen. Dadurch wurden viele lange Bälle geschlagen, die im Nevada endeten. Eine einzige Torchance hatten wir im 2. Durchgang zu verzeichnen, doch der Kopfball von Rimkus landete in den Armen vom Tw (59.). Danach verloren wir völlig die Linie und aus einer Dreierkette wurde manchmal eine Einerkette und das nutzte Hennstedt eiskalt aus. Stotzem wurde lang geschickt, Arps konnte nur foulen und Schmidt versenkte den Freistoß aus 18 m gekonnt (62.). Anstatt die Ruhe zu bewahren stürmten wir mit Mann und Maus und waren hinten offen wie ein Scheunentor. Erneut wurde ein langer Ball auf Stotzem ge-spielt und mit der Picke und Hilfe des Innenpfosten, traf er zum 1:3 (74.). Damit nicht genug, denn in Min 82 waren wir hinten wieder in Unterzahl, Tim Schladetsch köpfte freistehend an den Pfosten und von Jacobs Kopf trudelte der Ball ins Netz. Am Ende war der Sieg hochverdient, weil die Gäste effizienter waren als wir und aus 5 Chancen vier Tore machten.  Trainer Thomas Schulz war am Ende überglücklich, meinte aber auch, dass sein Team zur Halbzeit mit 4 bis 5 zu 1 hätte hinten liegen können. Tja, wer keine Tore schießt und das Verteidigen vergisst, der steht am Ende mit leeren Händen da.       Rolf Kruse

Jacobs – Arps, Peters, J.N. Rimkus – Wittek, Eismann (72. M. Krüger), Rupp (46. K. Adria), Kle. Krüger, P. Adria – Voß, Konnowski (30. Wiedemann)