Gut Heil Lütjenwestedt – FC O 4:3 (3:1) Sieg verpennt

 

 

Auch wenn Jürgen Voß sein Team in Min 1 per Dropkick in Führung hätte schießen können, war es schon haarsträubend was unsere Elf in den ersten 20 Minuten ablieferte. Unsere Defensive war quasi nicht vorhanden und ließ sich immer wieder durch die Mitte vernaschen. Wir bekamen Torjäger Poelhs nicht in den Griff und da Rimme ihn nur elfmeterreif foulen konnte, verwandelte er den Elfer höchst persönlich zur Führung (5.). 3 Minuten später startete Eichert ein Solo an der Mittellinie, Konnowski lief nebenher und da P. Adria kein Foul zog, bediente er Poehls durch die Mitte und der traf unhaltbar ins Eck. Wir hatten zwar eine gute Torchance, aber Tw Krey fischte den Kopfball von P. Adria aus dem Eck (12.) Fast eine Kopie des 2. Tores fingen wir uns in Min 20 ein. Wieder startete Eichert durch, doch diesmal spielte er Doppelpass mit Poehls und verwandelte ebenfalls ins Eck. 3 Schüsse aufs Tor und alle drin und wenn Rimme nach einem Fehlpass von Eric Weyand nicht per Fußabwehr geklärt hätte, wäre auch der 4. Schuss-versuch durch Holling im Tor gelandet (22.). Es war schon fast peinlich wie wir bis dahin auftraten. Trainer Duchow reagierte durch Einwechselungen und stellte die Abwehr um. Schon lief es besser und nachdem Kle. Krüger zu Fall gebracht wurde, gab es Elfmeter (26.). Der wurde allerdings von Philipp Adria derart schwach geschossen, sodass Keeper Krey den Ball abwehren konnte. Philipp machte sein Fauxpas aber umgehend wieder gut, denn nach dem folgenden Eckball stand er goldrichtig und erzielte das 3:1. Bis zur Pause hatten wir noch 2 gute Möglichkeiten. Zunächst ließ der Keeper einen Boie Freistoß abklatschen, doch Voß spitzelte den Ball am Tor vorbei (38.) und dann setzte sich Boie nach Doppelpass gut in Szene, aber erneut war Tw Krey zur Stelle (45.). Nach einem vermutlichen Pausendonnerwetter zeigte unsere Elf ein anderes Gesicht und mit dem ersten Angriff hätte Konnowski den Anschlusstreffer machen müssen. Mit einer Kopfballverlängerung schickte Voß Nils auf die Reise, aber er blieb am Torwart hängen. Auch Vossi brachte nach einer Konnowski Ecke den Ball nicht über die Linie, denn ein Verteidiger und der Tw klärten auf selbiger (50.). Dann sorgte Rimme mal wieder für erhöhten Pulsschlag, denn er spielte Steingrüber den Ball 30 m vorm Tor genau in die Füße, doch der junge Mann war sichtlich überrascht und schoss Rimme in die Arme (55.). Das war die einzige gefährliche Offen-sivaktion der Gastgeber von der 22. bis zur 80. Min und endlich münzten wir unsere Überlegenheit auch in Tore um. Nach einem genialen Pass von Kle-mens Krüger in die Schnittstelle, nahm Konnowski den Ball auf und ver-wandelte eiskalt zum 3:2 (57.) Die TSV Abwehr schwamm fortan gewaltig, aber wir agierten zu hektisch und erlaubten uns einfach zu viele Fehlpässe. Dennoch gelang uns unter gütiger Mithilfe der Ausgleich. P. Adria scheiterte noch freistehend am Tw, aber Brammer bugsierte den Ball ins eigene Tor (72.). Aufholjagd geglückt und jetzt der Siegtreffer !! Tja, das war wohl nichts, denn zum einen hatte Voß heute einfach kein Schussglück (Tw Krey hielt seinen Drehschuss 74.) und zum anderen luden wir die Heimelf durch Fehlpässe zum Kontern ein. Dabei ließen wir uns überrumpeln und wussten uns nur mit Fouls zu helfen. Der erste Freistoß von Wendt aus 18 m landete am Pfosten (80.), der zweite aus 45 m ging knapp am Tor vorbei (84.) und nach dem dritten hielt Nottelmann den Kopf hin und der Ball zappelte im Netz (87.). Danach kam der unsicher wirkende Schiedsrichter auf den Plan. Zunächst hatte er  ein Kartenfestival inszeniert (7 mal gelb für den FC O, 3 mal für den TSV), dann ließ er 6 Minuten nachspielen und in der 92. Min bekamen wir einen Freistoß 17 m vor dem Tor zugesprochen. P. Adria führte schnell aus, doch Konnowski traf nur den Pfosten. Schade drum, aber jetzt wurde es hektisch. Der Schiri war der Meinung, dass wir den Freistoß zu früh ausgeführt hätten, aber er ließ diesen nicht wiederholen, sondern erkannte auf Freistoß für die Heimelf. Er konnte weder von unseren noch von den Spielern der Heimelf überzeugt werden, dass er eine Fehlent-scheidung gefällt hatte. Mit diesem Regelverstoß nahm er uns die Chance zum möglichen Ausgleich. Das könnte ggfs noch ein Nachspiel haben. Bis zum Schlusspfiff wurde es noch ein wildes Gekicke und am Ende jubelte der TSV über die glücklichen 3 Punkte. Unsere Mannschaft muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie im Defensivverhalten zu naiv agiert und vorne zu viele Chancen vergibt. Zudem kann es nicht angehen, dass wir mehr gelbe Karten für meckern oder reklamieren bekommen, anstatt aus dem Spiel heraus. Taktische Fouls oder Trikotzupfen verhindern ggfs Tore.

N.O. Rimkus – N. Weyand (35. Arps), Peters (60. M. Krüger), E. Weyand (25. Dethmann) , Boie – Wittek, Kle. Krüger, P. Adria, Rupp (60. P. Kühl), Konnowski  – Voß          Bericht: Rolf Kruse