SG Eider – FC O 2:1 (2:0)

SG Eider  –  FC O  2:1  (2:0)  verdiente Niederlage im Derby

Hochmut kommt vor dem Fall. Da kann mir einer erzählen was er will, aber ich hatte den Eindruck, dass unsere Mannschaft das Spiel schon vor dem Anpfiff gewonnen hatte. Trainer Martens hatte seinen stärksten Kader zur Verfügung und setzte auf spielerische Qualität. Was seine Elf ihm zu bieten hatte, war erschreckend. Keine Körpersprache, keine Ideen, wenig Laufbereitschaft und anfällig in der Defensivarbeit. Zudem fanden wir keine Einstellung zum Gegner, der das spielte, was er kann. Kompromisslose Zweikämpfe, Bälle nach vorne und schnelle Leute hinterher. Wäre Wiedemann in Min 11 nicht freistehend an Keeper Ploog gescheitert, hätte das Spiel vermutlich eine andere Richtung genommen. Aber so spulten wir unser Pensum pomadig herunter und luden die SG zu Chancen ein. Peters verdaddelte den Ball gegen Felix Dreeßen, doch unser Physio der Frauenmannschaften, scheiterte an Rimme (18.). Es gab keinen Hallo wach Effekt und nachdem J.N. Rimkus sich nur mit einem Foul zu helfen wusste, nahm Sönke Deuse Maß und schlenzte die Kugel an der schlecht postierten Mauer vorbei ins Netz (25.). Wir hatten zwar noch eine Doppelchance, aber Wiedemann’s Direktschuss wurde geblockt und J.N. Rimkus Abpraller ging an die Latte, rollte an der Torlinie entlang, aber es war keiner zum Abstauben in der Nähe (31). Zu allem Überfluss vertändelte P. Adria den Ball an Brammer, der passte quer und Suhr verwandelte aus 16 m (38.) Hatz fatz ging das bei Eider. 3 Chancen-2 Tore, effizienter geht es kaum. Dreifachwechsel in der Pause. Jetzt kamen die Wühler zum Zuge, doch zunächst lag das 3. Tor für die SG in der Luft. Planloser Pass von Suhr auf Linksaussen, wir schauten nur zu und plötzlich tauchte Brammer frei vor Rimme auf, doch unser Keeper hielt uns im Spiel. Kai Adria wurde zum auffälligsten Akteur auf dem Platz und bereitete Torchancen im Minutentakt vor, aber zweimal Voß, P. Adria und Wandmaker brachten den Ball nicht im Tor unter. Die SG hatte längst auf Fünferkette umgestellt und bolzte die Bälle nur noch weg. Dabei kam sogar noch eine Großchance heraus, Brammer bediente Suhr, doch der schoss knapp daneben (66.). Innerhalb von 5 Minuten hätten wir das Spiel drehen können, aber das war schon fahrlässig wie Voss, P. Adria, Peters, Wittek und zweimal Wandmaker am Keeper scheiterten oder nicht mal das Tor trafen (71.-76.). Und dann doch ein Lichtblick. Tw Ploog foulte Wandmaker und Wiedemann verwandelte den Elfer eiskalt (78.). In der Folgezeit agierten wir viel zu umständlich und nachdem sich Jürgen Voß wegen schubsen die rote Karte einhandelte, war die Messe gesungen (85.) Fast wäre Paulsen’s 40 m Freistoß noch ins Tor gerutscht, aber auch nur fast (91.) und irgendwie hatten wir das auch nicht verdient. In den letzten 4 Spielen hatte es sich schon abgezeichnet und jetzt waren wir einfach fällig. Rolf Kruse

Kader: N.O. Rimkus – Kle. Krüger, Paulsen, Peters, Boie – Eismann (46. Voss), P. Adria, J.N. Rimkus (46. K. Adria), Wittek, Wiedemann (56. Göttsche) – Magg (46. Voss)