FC O – SW St. Michaelisdonn Abbruch zur Pause

FC O – SW St. Michaelisdonn Abbruch zur Pause

Wenn Fußball plötzlich zur absoluten Nebensache wird

Es war alles angerichtet für das Verfolgerduell. Bestes Fußball-wetter und über 100 Zuschauer, aber später kam alles anders. Bereits mit dem ersten Angriff gingen die Donner in Führung (5.Min). Ein Befreiungsschlag ging in die Beine von Wolf, Penski nahm den Abpraller direkt, Rimme hielt stark, doch Wolf netzte den freien Ball ein. Wir versuchten unser Kombinationsspiel aufzuziehen, aber die Gäste verteidigten geschickt, sodass sich keine Lücken auftaten. Lediglich Wiedemann kam mal mit einem 20 m Schuss durch, doch Keeper Freitag hielt. Die Schwarz Weißen suchten ihr Glück im Konterspiel und nach einem Fehlpass war Wolf durch, aber Rimme hielt glänzend (17.) In der 24. Min blieb uns der Torjubel im Halse stecken, denn Keeper Freitag drehte den Kopfball von Voß sensationell um den Pfosten. Das Spiel plät-scherte so dahin und plötzlich war Magg frei durch, doch Freitag wehrte den Schuss aus spitzem Winkel zur Ecke ab. Wiedemann trat diese und am langen Pfosten köpfte J.N. Rimkus freistehend vorbei (38.) 2 Minuten später war Marcel erneut durch, aber er scheiterte wiederum am herauseilenden Tw. Danach wurde es dramatisch und das hatte nichts mit Fußball zu tun. Schiedsrichter Lars Niemann kollabierte in der Pause im Kabinentrack und war stundenlang bewusstlos. Rettungshubschrauber, 2 RTW, Polizei und ein weiterer Notarztwagen umsäumten den Platz. An Fußball-spielen war nicht mehr zu denken und beide Teams entschieden sich aus Respekt dem Schiri gegenüber zum Abbruch. Alles andere wäre auch nicht nachvollziehbar gewesen, denn der junge Schiri kämpfte mit seinem Leben und da konnte man nur hoffen, dass die schnelle ärztliche Versorgung hilfreich war. Nach Tagen des Bangens geht es ihm jetzt besser und er hat das Krankenhaus am Wochenende wieder verlassen. Wir wünschen Herrn Niemann alles Gute und vollständige Genesung, damit wir ihn bald wieder als Schiedsrichter in Offenbüttel begrüßen können.                    Rolf Kruse