TSV Friedrichskoog – FC O 0:1 (0:0)

TSV Friedrichskoog  –  FC O  0:1 (0:0)

Ein Spiel der vergebenen Großchancen

Ohne Paulsen und P. Adria, dafür mit Eismann, Tödter und den eingewechselten Wittek und Wiedemann begannen wir beim TSV druckvoll und sogleich ergab sich die erste Großchance. Kai Adria passte in die Mitte, doch Magg scheiterte freistehend aus 6 m an Tw Krey (6. Min). Im direkten Gegenzug ließen wir Böge laufen, doch Rimme parierte mit einer Hand. Scheinbar war unsere Elf von dieser Aktion derart beeindruckt, dass sie alle guten Tugenden vergaß und von einer in die andere Verlegenheit stürzte. Keine ordnende Hand im Mittelfeld, kaum Laufbereitschaft, immer zu weit weg vom Mann und in der Defensive löchrig wie ein Schwei-zer Käse. Innerhalb von 6 Minuten hätte der TSV uns abschießen können/müssen. Tödter verschätzte sich, Böge ging auf und da-von, passte quer auf Waller, doch J. N. Rimkus kratzte den Ball von der Linie (21.). Ähnliche Situation in Min 23, doch Conrad schei-terte freistehend an Rimme. 2 Minuten später hatte Waller die Abwehr überlaufen, doch überhastet schoss der noch A-Jugend-liche über das Tor. Aus klarer Abseitsposition bereitete Böge die nächste Großchance vor, doch Conrad brachte das Kunststück fertig, den Ball neben das leere Tor zu schießen (26.). Trainer Dirk Martens ging ab wie das HB-Männchen und wechselte Wittek für Weyand ein (28.). Fortan bekam die Abwehr mehr Stabilität, doch einmal mussten wir noch tief durchatmen, denn Conrad tauchte erneut frei vor Rimme auf, doch Niels Ole schien heute unüber-windbar (39.). Nach vorne bekamen wir bis zur Pause nichts kon-struktives zustande. Bei einem Chancenverhältnis von 6:1 hätten wir durchaus mit 5:1 hinten liegen können !! Nach einer gehörigen Standpauke und 2 Auswechselungen von Trainer Martens wurde es in Hz 2 besser. Wandmaker (für Voss) und Wiedemann (für Boie) belebten das Offensivspiel und schon stellten sich Chancen ein. Eismann schickte mit einem starken Pass Magg auf die Reise, doch erneut scheiterte Marcel am Keeper (58.). In Min 65 zeigte Jannik Eismann seine Klasse, denn nach einem langen Ball setzte er zum Solo an, doch auch er fand in Krey seinen Meister. Das Thomas Wiedemann nach seiner Verletzung noch nicht der Alte ist, zeigte die 66.Min. Schöner Pass in die Tiefe von K. Adria, doch der Tw nahm Thomas den Ball vom Fuß. Kollektiver Tiefschlaf hätte uns in Min 68 fast in Rückstand gebracht, aber erneut war Rimme hellwach und hielt den Böge Schuss mit einer Hand. Warum Wiedemann in der letzten Saison 31 Tore geschossen hat, bewies er in den nächsten Minuten. Zunächst nahm er sich bei einem Freistoß sofort den Ball, doch der Keeper wehrte den 22 m Flachschuss gekonnt ab und kurze Zeit später nahm er eine Wandmaker Flanke volley aus der Luft, aber das Spielgerät sauste übers Tor. In den Schlussminuten trumpfte Eismann spielstark auf, indem er Magg im Strafraum freispielte, doch der Tw ent-schärfte das Geschoß aus dem bedrohten Eck (82.) 3 Minuten später spielte er Wiedemann in den Lauf, doch Thomas fehlt noch die Spritzigkeit und ein Verteidiger klärte in höchster Not. Als alles mit einem torlosen Remis rechnete, kam Rimme auf den Plan. Langer Abschlag, Lars Wandmaker erkämpfte den Ball, legte diesen in die Mitte und da stand nur noch Magg. Marcelo sah den Torwart herauskommen, schlug einen Haken und schob den Ball ins leere Tor (87.) Grenzenloser Jubel um Maggi herum, denn es ist bemerkenswert wenn einer dreimal am Keeper scheitert, dass er dann noch die Nerven hat, um solche Nummer abzuziehen. In Min 89 legte Wandmaker den Ball erneut quer, doch Krey hielt den Direktschuss von Wiedemann sicher. Mit vereinten Kräften schau-kelten wir die Führung über die Runden. Chancenverhältnis in Hz 2 8:1 für uns. Insofern ist der Sieg auch verdient, wenn auch etwas glücklich wegen des späten Tores.  Die Friedrichskooger werden aufgrund ihrer vergebenen Chancen in Hz 1 mit dem Schicksal hadern, aber da wir es ihnen in Hz 2 fast gleich taten, müssen sie froh sein nicht höher verloren zu haben. Was soll’s, wer Tore schießt gewinnt am Ende.  Rolf Kruse

Aufstellung: N.O. Rimkus – Weyand (28. Wittek), Tödter, J.N. Rimkus, Boie (46. Wiedemann) – Kle. Krüger, Eismann, Göttsche, K. Adria – Magg, Voss (46. Wandmaker)   – D. Kühl nicht eingesetzt.